Gründe für den Kirchenaustritt (2)

Willkommen zum zweiten Teil zu den Gründen für einen baldigen Kirchenaustritt. Heute lest ihr hier die Gründe 3 und 4.

3. Unterdrückung funktioniert nur mit Unterdrückten. Die Kirche schränkt ganz massiv die Freiheit des Einzelnen ein. Damals wie heute.

Das die Kirche eine Unterdrückerin ist mag für manche nur eine Behauptung, für andere gar eine Verleumdung sein. Für mich ist es eine Beobachtung. Eine Tatsache. Ich fange jetzt gar nicht erst an mit dem Kondomverbot und den ganzem sexuellen Quatsch, das würde auch zu weit führen. Die Unterdrückung funktioniert ganz anders. Schleichend. Wir müssen uns nur mal genauer mit den Aussagen der Oberhäupter auseinandersetzen. Ich hab das mal mit einem Artikel von Wolfgang Huber versucht. Dieser möchte sich mit dem Artikel offen geben und spricht von Respekt. Er windet sich im Text und ganz selten setzt er einmal ein klares Zeichen. Nur eines steht da sehr klar: „Selbstmord“. Für Herrn Huber ist Suizid also Mord. Na, da haben wir es dann doch. Sprache kann sehr entlarvend sein.

Wenn Suizid nämlich Mord ist, ist die Freiheit des Einzelnen in einem ganz wichtigen Punkt beschränkt. Nicht wir entscheiden über unser Leben, sondern eine höhere Instanz. Das kann man falsch oder richtig finden. In jedem Fall sollte man sich Gedanken darüber machen. Es zeigt aber, wie die Kirche ihre Moralinstanz ausspielt. Indem sie uns den Sprachgebrauch vorgibt (die meisten Menschen sagen Selbstmord, wenn sie Suizid meinen, ohne darüber nachzudenken), gibt sie uns auch eine Moral vor. Sie unterdrückt damit eigenständiges Denken und eigene Lösungen. Diesen Punkt könnte man noch weiter ausführen, ich möchte hier allerdings ungern den Rahmen sprengen.

4. Intoleranz und Missionierungsgehabe anderen Religionen gegenüber.

Die meisten Religionen missionieren. Dies ist also nichts spezifisch Christliches. Als positives Beispiel heben sich nur einige Naturreligionen oder der Buddhismus ab, die ausdrücklich manifestieren: „Achtet und toleriert andere Religionen, so wie auch ihr von anderen toleriert werden wollt“. Das es nichts Spezifisches des Christentums ist, heißt aber nicht, dass es richtig ist. Das Gegenteil ist der Fall. Ob der Islam oder das Christentum mich missionieren will, ist mir doch egal. Ich möchte das nicht. Von keinem. Der Gedanke dahinter ist uralt, denn die größte Religion wird über die Erde „herrschen“. Und hier manifestieren sich auch schon die Fehler darin. Wer missioniert, sagt andere sind weniger wert als man selbst, solange der Gegenpart nicht missioniert ist. Es hetzt verschiedene Religionen gegeneinander auf. Das erleben wir in Europa ganz aktuell wieder zwischen Islam und Christentum. Der Christentum in Form seiner Fundamentalisten beißt „zurück“, die Christen rücken wieder enger „zusammen“ und entfernen sich dabei vom Rest der Bevölkerung. Dies führt über kurz oder lang zu schweren Diskriminierungen. Später halt zu Völkermord. Oft genug.

Am Mittwoch gibt es die Gründe 5 (Frauen) und 6 (Intransparenz)
Zum Wochenanfang gibt es außerdem noch was auf die Ohren:

W$K – Dein Jesus

Angenehme Woche, wünscht euch

Zero

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