Gründe für den Kirchenaustritt (3)

Zum Tag der Arbeit gibt es heute den 5. und den 6. Grund für einen schnellstmöglichen Kirchenaustritt.

5. Frauen haben bis heute in der Kirche nichts zu sagen.

Als Frauen zuletzt Einfluss auf die Geschicke der katholischen Kirche ausüben konnten, hat Jesus himself noch gelebt. Damals verfolgt, später verfolgend war die Kirche meist ein reiner Männerhaufen. Damit das so bleibt und natürlich damit die Besitztümer der Kirche nicht in Privathände fallen, hat man irgendwann den Zölibat beschlossen. Hauruck, was für eine gute Idee. Zwar nicht gerade die Idee Jesu‘, denn der war für Liebe und Treue unter seinen Anhängern und Askese und Verzicht jedes Einzelnen, aber halt eine Idee. Seit dem sind Frauen in der Geschichte der Kirche nur ganz spärlich, immer mal wieder oder im Hintergrund gehalten oder zumindest später verleugnet, aufgetreten. Auch zu diesem Thema findet sich ein breites Spektrum an Artikeln, Büchern, Anmerkungen etc.
In der Welt der Aufklärung ist das einfach keine Alternative mehr. Die Gleichberechtigung sollte überall ankommen. Um so unverständlicher ist mir, dass Frauen tatsächlich dem katholischen Glauben anhängen.

Hier war mal ein Bild, bevor die Telekom Ihre Bandbreite künstlich gedrosselt hat.

Last woman standing

6. Die Kirche zeigt immer noch keinen Gefallen an Aufklärung und Gerechtigkeit. Im Gegenteil: Vertuschung ist an der Tagesordnung.

Mir liegt nichts ferner, als eine ganze Gruppe von Menschen für Taten haftbar zu machen, die von Einzeltätern begangen worden. Die Missbrauchsfälle die in den letzten Monaten bekannt geworden sind, sind die Taten von einzelnen Personen. Diese haben eventuell diese Neigung verspürt, andererseits hatten sie aber auch die Gelegenheit. Ich werde jetzt nicht genauer ausführen, ob oder inwieweit in Priesterämter mehr oder weniger Missbrauch an Kindern stattfindet oder stattgefunden hat. Einfach weil es keine Rolle spielt. Eine Rolle spielt nur: Wie wurde seitens der Kirche mit den Fällen umgegangen?
Wenn Tatsachen bekannt geworden sind, die möglicherweise auf Missbrauch deuten, wurde dann die Polizei eingeschaltet? Nein. Das regelt man „unter sich“, eine staatliche Gewalt wird nur anerkannt, wenn kein Weg mehr daran vorbei geht. „Unter sich“ regeln heißt übrigens nicht, den Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Versetzung war schon das höchste der Gefühle was passieren konnte.
Der Spiegel hat schon vor 3 Jahren eine kleine Liste zusammengestellt. Wohlgemerkt vor DREI Jahren. Mittlerweile hat sich die Zahl der bekannten Fälle noch deutlich gesteigert.
Aktueller und etwas genauer ist der Wikipedia-Artikel, wobei dieser lediglich die Fälle in der katholischen Kirche behandelt (!).

Morgen zum langen Donnerstag, gibt es gleich 3 weitere Gründe.

Your’s Zero

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