Die verlogene Debatte um programmatische Pädophilie bei den Grünen

Schalom!

Vorab: Ich weiß, ich hatte gesagt, dass ich im Urlaub bin und erstmal Funkstille herrscht. Aber angesichts der derzeitigen Diskussion juckt es mir schon sehr in den Fingern.

Es ist meines Erachtens beschämend auf welchem Niveau und zu welchem Zeitpunkt die derzeitige Debatte um die Partei Die Grünen und Pädophile in deren Mitte geführt wird.

Das einzige Ziel was damit verfolgt wird, ist den grünen Wahlkampf massiv zu schädigen und von den eigentlich brennenden Themen wie Syrien, NSA, Klüngeleien und Vetternwirtschaft abzulenken. Wie sehr sich die Presse auf dieses Thema in den letzten paar Tagen gestürzt hat, ist nur erschreckend. Besonders weil die Diskussion ja nicht durch besondere Neuigkeiten entbrannt wurde.

Das Parteiprogramm zur damaligen Zeit war bekannt (das haben Parteiprogramme so an sich). Weitere liberale Parteien hatten ähnliche Forderungen in ihrem damaligen Programm. Die Partei hat sich bereits in der Vergangenheit (vor ÜBER 20 Jahren) für diese Politik mehrfach entschuldigt und sich losgesagt.

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Die damalige Offenheit gegenüber allen möglichen Strömungen kann man definitiv kritisieren, dass hätte man aber auch schon damals oder etwas später machen können. Stattdessen wartet man bis kurz vor einer Bundestagswahl. Die komplette Geschichte bekommt damit einen sehr faden Beigeschmack.

Unangemessen ist auch die zeitweise in verschiedene Medien auftretende Gleichsetzung von Pädophile und Kindesmissbrauch. Pädophilie ist eine Krankheit, eine sexuelle Abnormität, eine Perversion. Durch was diese hervorgerufen wird, kann (zumindest von mir) nicht festgestellt werden. Dennoch ist nicht jeder Pädophile ein Straftäter, viele, wenn nicht die allermeisten, kontrollieren ihren Drang. Andersherum ist nicht jeder, der ein Kind missbraucht hat, automatisch ein Pädophiler. Oft spielen ganz andere Faktoren (vor allem Macht) eine gewichtige Rolle. Er ist also Straftäter ohne pädophil zu sein.

Dennoch geht offensichtlich eine latente Gefahr von Pädophilie aus. Durch totschweigen kann man diese Gefahr allerdings nicht bannen. Durch einen Diskurs und eine offene Diskussion kann man sie zumindest schmälern. Was wir im Moment erleben, ist jedoch eine reine Schlammschlacht bei der es um Machterhalt und Machtsicherung geht. Zu behaupten Pädophilie sei im Programm der Grünen ist reine Verleumdung und die Verleumder wissen das.

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Ob sie sich dafür schämen, ist eine andere Frage.

Für einen fairen Wahlkampf

Zero*

* Der Autor ist nicht und war nie parteilich organisiert oder hat je Parteien im Wahlkampf oder anderswo unterstützt. Einzig bei Demonstrationen gegen rechts gab es Berührungspunkte mit parteilicher Arbeit. Die Forderungen stammen aus einer Zeit vor seiner Geburt.

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Wen sollen wir wählen?

Liebe Erst-, Zweit-, Wechsel- und Nichtwähler,

bevor ich mich bis zum November diesen Jahres etwas zurückziehe, noch eine kleine Botschaft an euch.

Gestern war es also soweit. Das große TV-Duell der Spitzenkandidaten von SPD und CDU/CSU wurde von gleich vier Fernsehsendern live übertragen. Dazu möchte ich allerdings auch gar nichts mehr sagen, denn heute waren sämtliche Presseerzeugnisse voll davon. Obwohl es langweilig und nichtsagend war (kurz: wie erwartet).

Ich habe schon vorige Woche meine beiden Stimmen vergeben. Ich musste dafür auch gar kein Duell abwarten, weil für mich feststand, dass keiner der beiden „Volksparteien“ meine Stimme bekommen würde. Es macht für mich auch gar keinen Unterschied, ob man sich für die Union oder die Sozialdemokraten entscheidet.

Die Christdemokraten haben unter Mutti Angie einen deutlichen Linksruck durchgemacht. Die Energiewende ist nur eines der verschiedenen Ergebnisse daraus.
Die SPD dagegen ist längst keine Arbeiterpartei mehr. Schröder hat schlimmere Kungeleien mit der Wirtschaft verbrochen als Strauß zu seiner Zeit. Unwählbar für mich. Oder wie damals alten Kommunsten zu sagen pflegte: „Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten.“
Die beiden Parteien funktionieren und denken gleich. Auch wenn Steinbrück sich natürlich kämpferischer geben musste. Es läuft aktuell alles auf eine große Koalition mit Merkel als Kanzlerin heraus. Dies kann nur verhindert werden, indem man den Rand stärkt.

Abseits der Mitte gibt es dieses Mal einige Parteien, die sich selbst als Alternative sehen. Eine davon nennt sich sogar „Alternative für Deutschland“, obschon sie das nicht sein kann. Die AfD fischt Stimmen am ganz rechten Rand und steht für eine überholte und rückwärtsgerichtete Europapolitik. Dafür wurde sie auch jenseits der politischen Schelte bereits hart angegangen. Politisch engagieren sich besonders zwei Parteien und deren Jungorganisationen gegen diese. Hier ein gemeinsamer Flyer:

@@@@@@….ZENSIERT…..@@@@@@

Wenn wir gerade bei neuen Parteien sind: auch die Piratenpartei versteht sich als Alternative zu den Etablierten. Entgegen immer wieder aufkommender Behauptungen haben die Piraten ein echtes Partei- und Wahlprogramm. Das kann man auch finden, wenn man es nur sucht. Die vielen Probleme der Anfangszeit scheinen überstanden. Die Piraten sind links der Mitte, ungefähr auf Höhe der Grünen, einzuordnen.

Diese wiederum haben für mich in diesem Jahr das überzeugendste Programm. Weitere Erläuterungen sind hier nicht nötig. Auch zur Linken gibt es meines Erachtens nichts neues zu erwähnen.

Weiterhin treten zur Wahl diverse Splitterparteien an, die absolut und unbedingt zu vernachlässigen sind. Um einige davon zu nennen: Bayernpartei, Partei Bibeltreuer Christen, die Violetten, FDP, Freie Wähler, Rep., NPD, Pro Deutschland, MLPD.

Besonders würden ich mich allerdings ein paar Achtungsprozente für Herrn Sonneborns „Die PARTEI“ freuen. Sympathische Leute dort.

Ich komme dann langsam zum Ende und da die Wahlen ja geheim sind, werde ich nur soviel verraten: Meine Erst- und meine Zweitstimme gingen an unterschiedliche Parteien. Und: meine Erststimme bleibt die Farbe der Hoffnung.

Arrrrrr

Euer Zero