Wen sollen wir wählen?

Liebe Erst-, Zweit-, Wechsel- und Nichtwähler,

bevor ich mich bis zum November diesen Jahres etwas zurückziehe, noch eine kleine Botschaft an euch.

Gestern war es also soweit. Das große TV-Duell der Spitzenkandidaten von SPD und CDU/CSU wurde von gleich vier Fernsehsendern live übertragen. Dazu möchte ich allerdings auch gar nichts mehr sagen, denn heute waren sämtliche Presseerzeugnisse voll davon. Obwohl es langweilig und nichtsagend war (kurz: wie erwartet).

Ich habe schon vorige Woche meine beiden Stimmen vergeben. Ich musste dafür auch gar kein Duell abwarten, weil für mich feststand, dass keiner der beiden „Volksparteien“ meine Stimme bekommen würde. Es macht für mich auch gar keinen Unterschied, ob man sich für die Union oder die Sozialdemokraten entscheidet.

Die Christdemokraten haben unter Mutti Angie einen deutlichen Linksruck durchgemacht. Die Energiewende ist nur eines der verschiedenen Ergebnisse daraus.
Die SPD dagegen ist längst keine Arbeiterpartei mehr. Schröder hat schlimmere Kungeleien mit der Wirtschaft verbrochen als Strauß zu seiner Zeit. Unwählbar für mich. Oder wie damals alten Kommunsten zu sagen pflegte: „Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten.“
Die beiden Parteien funktionieren und denken gleich. Auch wenn Steinbrück sich natürlich kämpferischer geben musste. Es läuft aktuell alles auf eine große Koalition mit Merkel als Kanzlerin heraus. Dies kann nur verhindert werden, indem man den Rand stärkt.

Abseits der Mitte gibt es dieses Mal einige Parteien, die sich selbst als Alternative sehen. Eine davon nennt sich sogar „Alternative für Deutschland“, obschon sie das nicht sein kann. Die AfD fischt Stimmen am ganz rechten Rand und steht für eine überholte und rückwärtsgerichtete Europapolitik. Dafür wurde sie auch jenseits der politischen Schelte bereits hart angegangen. Politisch engagieren sich besonders zwei Parteien und deren Jungorganisationen gegen diese. Hier ein gemeinsamer Flyer:

@@@@@@….ZENSIERT…..@@@@@@

Wenn wir gerade bei neuen Parteien sind: auch die Piratenpartei versteht sich als Alternative zu den Etablierten. Entgegen immer wieder aufkommender Behauptungen haben die Piraten ein echtes Partei- und Wahlprogramm. Das kann man auch finden, wenn man es nur sucht. Die vielen Probleme der Anfangszeit scheinen überstanden. Die Piraten sind links der Mitte, ungefähr auf Höhe der Grünen, einzuordnen.

Diese wiederum haben für mich in diesem Jahr das überzeugendste Programm. Weitere Erläuterungen sind hier nicht nötig. Auch zur Linken gibt es meines Erachtens nichts neues zu erwähnen.

Weiterhin treten zur Wahl diverse Splitterparteien an, die absolut und unbedingt zu vernachlässigen sind. Um einige davon zu nennen: Bayernpartei, Partei Bibeltreuer Christen, die Violetten, FDP, Freie Wähler, Rep., NPD, Pro Deutschland, MLPD.

Besonders würden ich mich allerdings ein paar Achtungsprozente für Herrn Sonneborns „Die PARTEI“ freuen. Sympathische Leute dort.

Ich komme dann langsam zum Ende und da die Wahlen ja geheim sind, werde ich nur soviel verraten: Meine Erst- und meine Zweitstimme gingen an unterschiedliche Parteien. Und: meine Erststimme bleibt die Farbe der Hoffnung.

Arrrrrr

Euer Zero

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