Willkommenskultur – ein Kommentar

Aktuell erleben wir in Europa und speziell in Deutschland und Schweden eine neue Zeit. Umbrüche und Veränderungen hat es in der Vergangenheit immer gegeben. Mal waren diese von guter und mal von schlechter Natur. Zu Beginn eines Umbruchs ist eigentlich nie klar, ob dieser sich positiv oder negativ entwickeln wird. Genau an dieser Stelle soll „Willkommenskultur“ ansetzen und greifen. Nicht das, was wir aktuell erleben, wird uns verändern, sondern die Art wie wir darauf reagieren und wie wir damit umgehen.

Seit dem Mauerfall und der Wiedervereinigung kann ich mich an keine politische Phase erinnern, die mich so bewegt hat. Ich finde, dass wir als Gesellschaft an einem Wendepunkt stehen. Unsere Aufgabe ist es, Solidarität mit den Opfern von Wirtschafts- und Kriegspolitik zu zeigen und die Politik in die Pflicht zu nehmen! Das wird unsere Gesellschaft nachhaltig verändern. Es eröffnet sich eine historische Chance für Deutschland und Europa. Die Frage ist: Wollen wir uns abschotten und Grenzen dicht machen oder uns öffnen für Menschen, die Chancen suchen? Wir verschenken vermutlich unfassbares Potential, wenn wir die Politik weiter so agieren lassen, dass Grenzen geschlossen und Menschen in Not abgewiesen werden.

Ohne eine Politik, die diese Willkommenskultur nachhaltig unterstützt, wird sie nicht stattfinden können. Es ist daher unbedingt Aufgabe der Politikerinnen und Politiker in Deutschland und Europa für ein offenes, faires, freies und sicheres Europa einzutreten. Und es ist unsere Aufgabe als Zivilbevölkerung dies von unseren Volksvertretern zu fordern und positiven Druck auszuüben um eine solche Willkommenskultur zu erreichen.

Zero

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