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Chris und Zero haben sich damals, vor langer langer Weile, im studiVZ kennengelernt, über eine ehemals sehr große und bedeutende Gruppe namens „The Texas Holdem Poker Group“. Früher – also in der Zeit, als das studiVZ noch hip war. Aufgrund anhaltender Beschwerden einiger Nutzer wurde die Gruppe irgendwann unvermittelt (nach circa zwanzig Warnungen) durch die studiVZ-Stasi stillgelegt. Achtzehntausend Menschen waren betroffen. Okay, sagen wir: fünfzig Menschen wussten nicht mehr, was sie den ganzen Tag machen sollten – den Rest hat es vermutlich wenig interessiert oder es ist gar nicht erst aufgefallen.

Dies spielt auch eigentlich gar keine große Rolle für den Fortgang der Geschichte. Damals, noch in der Bestandszeit der Gruppe, gründete sich auch eine Mannschaft, oder mehr ein relativ loser Zusammenschluss von Freunden des Kartenspiels – die legendäre TTHPG. Chris und Zero gehörten dieser Gruppe an. In Wettkämpfen holte man Titel und lernte sich schließlich in Frankfurt am Main beim ersten Gruppentreffen kennen. Es folgten weitere Erfolge und weitere Treffen in verschiedenen europäischen Städten. Das gemeinsame Interesse am Kartenspiel rückte mehr und mehr in den Hintergrund.

Zero hatte jahrelang an verschiedenen Pokerblogs (mit)geschrieben und vermisste das Bloggen, nachdem er das semiprofessionelle Kartenspiel aus diversen Gründen an den Nagel hing. Chris brachte dann im Rahmen des letzten Gruppentreffens in Prag die Idee ein, zusammen ein Blog aufzusetzen und Zero konnte sich schnell dafür erwärmen. Die unterschiedlichen Backgrounds, die beide mitbrachten, versprachen ein interessantes, buntes Wirrwarr aus Hingerotzten-Samstag-Nacht-Hass-Einträgen und wissenschaftlich fundierten, gut recherchierten Semi-Doktorarbeiten zu werden. Das ist der Punkt, an dem dieses Blog ansetzt.

Im folgenden Abschnitt werden wir uns kurz jeder einzeln darüber auslassen, wie unsere Ziele für das Blog aussehen, was wir vorhaben und warum wir gerade diese Form wählen.

Chris

Mein Ziel ist es, zu wenigen und nach transparenten Kriterien selektierten Fragestellungen Texte anzubieten, die vergleichsweise ausgewogen recherchiert sind. Tag für Tag sind viele Menschen mit einer großen Menge an Informationen konfrontiert. Ich nehme mir vor, eine begründete Auswahl daraus zu treffen und diese so aufzubereiten, dass sie zum einen gut mit bisher vorhandenem Vorwissen integriert werden kann und zum anderen motivierend wirkt, indem der Wissensaustausch mit Handlungsmöglichkeiten verbunden wird. Ich möchte über Themen schreiben, die so lebendig sind, dass es Freude bereitet, ihre mögliche Wirkung auf den menschlichen Alltag oder auf andere wichtige Betrachtungsgegenstände genauer unter die Lupe zu nehmen.

Es soll um Inhalte gehen, mit denen sich auch verschiedene Wissenschaftsdisziplinen beschäftigen. Ich interessiere mich momentan besonders für die Überschneidungen beispielsweise zwischen den Fachgebieten Psychologie, Medizin, Wirtschaft und Biologie und den sich ergebenden individuellen, gesellschaftlichen und politischen Implikationen. Aber genauso können auch alle nicht genannten Disziplinen abhängig von der Fragestellung eine zentrale Rolle in diesem Teil des Blogs einnehmen. Ein Beispiel aus der Wirtschaft mit politischer Implikation, das mich schon länger beschäftigt, sind die Wirkungen von EU-Subventionen zum Beispiel für Milchbauern auf Klima und Natur, auf die Gesundheit des Menschen und auf den Weltmarktpreis mit den damit verbundenen Konsequenzen, die sich etwa am Beispiel kubanischer Milchbauern veranschaulichen lassen. Auf Texte mit politischer Implikation folgen idealerweise der Austausch mit Politikern und weitere Schritte, um diesen Teil des Blogs eng mit konkreten Handlungsoptionen zu verknüpfen.

Ich finde es wichtig, funktionale Zusammenhänge zwischen verschiedenen Phänomenen verständlich darzustellen. Ich möchte Wert darauf legen, unbedingt auch die jeweiligen Vorteile einer umstrittenen aktuellen Situation zu berücksichtigen (z.B. von Subventionen), um verschiedene Interessenlagen aufzuzeigen und daraus sensible und ausgewogene statt radikaler Lösungsvorschläge ableiten zu können.

Für das Gelingen dieses Teils sehe ich die Qualität der verwendeten Informationen als ein wesentliches Kriterium. Für Basiswissen werde ich aufgrund der möglichen Vielfalt an Themen häufig von Wikipedia ausgehen. Um spezifische Fragen präzise zu beantworten, werde ich nach Möglichkeit auf Primärliteratur aus wissenschaftlichen Fachzeitschriften zurückgreifen. In jedem Fall wünsche ich mir differenzierte Kommentare und Anregungen und hoffe inständig, diesen optimistischen Plan Hand in Hand mit den Lesern Schritt für Schritt in die Tat umsetzen zu können.

Zero

Anders als Chris schreibe ich nur aus Selbstsucht. Wie er, bin ich zwar ein Weltverbesserer, aber eben kein besonders guter Mensch. Meine Gedanken sind immer am Idealzustand, mein Handeln irgendwo zwischen Arsch und Friedrich. Es macht mich einfach verrückt, wenn ich mir nicht alles, was mich politisch und menschlich bedrückt oder von mir unverstanden bleibt, von der Seele schreiben kann. Natürlich könnte ich auch Tagebuch schreiben, aber das habe ich als Kind und Jugendlicher schon abgelehnt, weil kein Mensch ein Tagebuch liest, wenn der Autor nicht gerade Anne Frank hieß. Ein Tagebuch soll ja auch meist keiner lesen, weil es die geheimsten Gedanken und Gefühle des Schreibers beinhaltet. Dabei stellt sich die Frage: Warum macht man sich dann die Mühe und schreibt es? Und: Warum verbrennt man es nicht direkt anschließend, wenn man es sich lediglich aus dem Körper schreiben wollte? Will man im Prinzip nicht doch, dass irgendjemand es liest? Ich persönlich kann mir nichts Schlimmeres vorstellen, als etwas zu schreiben, was dann nicht gelesen wird. Ich tippe mir die Hände wund und keine Sau interessiert es. Keine schöne Vorstellung.

Der geneigte Leser wird außerdem feststellen, dass gefühlte 80% meiner Sätze mit dem Wort „ich“ beginnen. Dies ist ein mir bekanntes Problem, an dem ich arbeite. Jedoch bin ICH einfach so eine Egosau, dass es mir immer wieder passiert. Ich (seht ihr was ich meine? Hier könnte auch stehen: „Bitte entschuldigt diesen Umstand.“) bitte dies zu entschuldigen.

Das Niveau meiner Beiträge wird mitunter schwanken, da es vorkommt, dass ich in Schreibwut einfach Einträge rausknalle, ohne dies großartig zu reflektieren. Nicht, dass die anderen Beiträge gut wären, aber halt nicht so übel oder zumindest halbwegs sprachlich in Ordnung. Der aktuelle Beitrag hier geht schon sehr in die hingerotzte Richtung. Oft werde ich auch Einträge im Nachhinein verbessern. Ich gelobe zu versuchen, dies transparent zu tun, da es sich so gehört. Fäkalsprache wird mitunter vorkommen. Eventuell kommt diese Warnung zu spät. Kinder und Jugendliche sollten spätestens jetzt aufhören zu lesen. Juristische Fachsprache nur wenn es mich überkommt. Politische Korrektheit wird nur in den bedeutungsvolleren, länger recherchierten und ausgewogenen Texten die Norm sein. In den schnell entstandenen Beiträgen werde ich Anne Frank schon mal als Autor, statt als Autorin bezeichnen.

Nun denn, ich finde ich bin vom Thema abgekommen. Ein wichtiger Grund zu bloggen wird von Sascha Lobo in seinem SPON-Beitrag „Euer Internet ist nur geborgt“  sehr gut beschrieben. Lobo überzeugt (mich) mit seiner Argumentation und legt transparent dar, dass er ein „indirektes wirtschaftliches Interesse an einer florierenden Bloglandschaft“ haben könnte. Er bleibt dabei wohlgemerkt im Konjunktiv.

Meine Beiträge werden ähnlich Themen anschneiden, wie die von Chris. Allerdings wird sich unsere Herangehensweise häufig stark unterscheiden. Auch möchte ich mich nicht festlegen, wie die nächsten Einträge aussehen werden. Weil ich es noch nicht weiß. Dennoch kann ich einen kleinen Ausblick geben auf die Dinge, die da kommen werden: Es wird um tagespolitische Themen gehen (natürlich), ich werde mich mit christlichem Fundamentalismus beschäftigen (hauptsächlich in dem ich mich darüber lustig mache), mehr oder minder lustige Storys aus dem Alltag werden niedergeschrieben werden. Alles was mich aufregt, kommt in das Blog! Oder in den Blog. Auf jeden Fall irgendwo rein. Auf dass die nächsten Beiträge besser werden.

From Sarah with Love!

Euer Zero

Hier geht es zum Impressum.

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