Ganz Neues von der „Modernen Hausfrau“

Es ist wieder so weit. Heute präsentiere ich euch wieder ein paar unverzichtbare Utensilien aus der „Modernen Hausfrau“. Ich bin mir ganz sicher, niemand da draußen möchte auf die folgenden Produkte länger verzichten! Da sich vieles in den Katalogen wiederholt, habe ich dieses Mal besonderes Augenmerk auf Neuerscheinungen gelegt. Weitere Einträge zum Thema „Moderne Hausfrau“ findet ihr hier:
Eine Ode an die „Moderne Hausfrau“
Neues von der „Modernen Hausfrau“

Erinnert ihr euch noch an das Highlight aus dem ersten Beitrag vom August 2012? Das Golfausrüstung für das stille Örtchen war zumindest mein persönlicher Höhepunkt in der Erstausgabe. Zur Erinnerung ist hier ein Bild:

Golfset 00

Weil einem diese tolle Ausrüstung nach jahrelangem Gebrauch aber natürlich auch mal langweilig wird oder weil der Ehemann/Freund/Lebensgefährte der Hausfrau eventuell noch gar kein Golf spielen möchte und sich stattdessen für jung und dynamisch hält, musste in diesem Bereich eine Innovation her! Und natürlich wäre die Hausfrau, nicht die Hausfrau, wenn diese Neuerung lange auf sich warten ließe. Voller Stolz können wir daher präsentieren:

Das Basketball-Set NULLNULL Schneider.

Das Basketball-Set NULLNULL Schneider.

Wunderbar auch, an welcher Stelle im Bild, der Aufmacher „NEU!“ positioniert ist. Wurde da der Termin beim Fotografen doch etwas intimer?
Um Intimes geht es auch beim nächsten Artikel. Die Sparte „Sex und Erotik“ wird zwar in der MH nicht gerade groß geschrieben, aber sie kommt vor. Liebevoll umschrieben kommt sie in der neusten Ausgabe mit diesem Taschenfreund daher:

Wenn ich reise, ist es weise, jetzt fällt mir gerade kein weiterer Reim ein...

Wenn ich reise, ist es weise, jetzt fällt mir gerade kein weiterer Reim ein…

Ich möchte da noch mal besonders auf die ersten 3 Wörter der Produktbeschreibung hinweisen. Das steht da so – in der modernen Hausfrau! Das ich das noch erleben darf. Ich wische mir eine Träne aus dem Knopfloch. Was für eine Offenbarung. Endlich.

Da aktuell und auch schon seit ein paar Jahren Eulen der dicke Trend sind, fehlen diese auch nicht bei der MH. Mittlerweile habe ich schon die abgefahrensten Gimmicks im Eulen-Design kennengelernt. Sogar verschenkt habe ich diese schon. Dennoch schafft es die Hausfrau einen drauf zu setzen und kommt damit um die Ecke:

Guck mal erschrocken!

Guck mal erschrocken!

Wunderwunderwunschschön. Die schönste Gießkanne, die es überhaupt nur geben kann! Unfassbar wie die Macher das immer wieder schaffen, solch vollendete Formgebung zu erschaffen, ohne dabei auch nur einen HAUCH kitschig zu sein. Ich bin immer noch total überwältigt und hätte auch schon lang fünf bestellt, wenn ich nicht schon eine Gießkanne hätte.

Da ich weiß, dass auch relativ viele Nerds und Geeks unser Blog lesen, habe ich diesemal ganz speziell für diese eine (ebenfalls neue!) Produktempfehlung herausgesucht. Für den Computer-Freak, der alles hat, aber ständig nach optischen Verschönerungen seines Rechners sucht, gibt es jetzt folgendes in der MH:

Mit absolut hypermodernem Scroll-Rad. Wer weiß, ob sich das jemals durchsetzt. Mutig von der MH auf solche abgespaceden Neuschöpfungen zu setzen.

Mit absolut hypermodernem Scroll-Rad. Wer weiß, ob sich das jemals durchsetzt. Mutig von der MH auf solche abgespaceden Neuschöpfungen zu setzen.

Und schließlich, für den Mann, der wirklich alles hat, eine goldaussehende Uhr. Weil Männer, die wirklich ALLES haben, sicherlich keine billige 30 Euro Uhr am Handgelenk tragen. Dieser Umstand muss unbedingt geändert werden! Greifen Sie, liebe Hausfrau, also NICHT zur SOS-Methode. Sondern kaufen Sie genau DIESE Uhr. Außerdem fordert die Uhr die Lust. Vorraussetzung ist allerdings, dass die mitgelieferten Batterien in den zweiten Artikel der heutigen Auswahl passen.

Royaler geht es nicht.

Royaler geht es nicht.

Nimmt sich jetzt etwas Zeit für sich –

Zero

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Neues von der „Modernen Hausfrau“

Vielleicht erinnert sich noch der ein oder andere an meinen Beitrag aus August 2012 – Eine Ode an die „Moderne Hausfrau“. Vor ein paar Tagen kam der neue Sommerkatalog mit der Post.

Sommerkatalog 2013

Ein paar Ausschnitte davon möchte ich euch nicht vorenthalten. Natürlich möchte ich auch noch einmal darauf hinweisen, dass man dieses Kunstwerk unter den Katalogen gratis abonnieren kann. Ich glaube, wenn man nach 4 Ausgaben nichts bestellt hat, wird der Versand des Katalogs aber wieder eingestellt.

Das erste Produkt, was mir dieses Mal ins Auge gesprungen ist, ist diese praktische na ja äh Leselampe. Wer möchte so nicht im Dunkeln am Strand sitzen und noch gemütlich ein Buch lesen. Oder nachts auf dem Balkon. Oder überhaupt. Auch beim Autofahren ist es eine willkommene Möglichkeit den Tachometer besser zu erkennen. Beim nächtlichen Wildwasserrafting möchte ich nicht mehr darauf verzichten müssen.

Nachtischlampe

Ganz besonders toll, sind auch die Weingläser, die aussehen wie WEINGLÄSER! Wenn das nicht mal eine Innovation ist. Unfassbar. Weingläser sehen aus wie Weingläser. Must-have des Sommers für mich persönlich. Also ab Juli natürlich erst.

Weingläser

Wer (wie ich aktuell) lieber auf Alkohol verzichten möchte, dem empfehle ich den Kükeneierbecher Marke „Bauarbeiter“. Mit eingebautem Salzstreuer. Wer kennt nicht das sonntägliche Gezanke um den einzig verfügbaren Salzstreuer beim Essen des Frühstücksei? Da wird Papi schon mal mit der Schaufel verprügelt oder Mutti muss Montags mit Sonnenbrille zur Arbeit. Diese Zeiten sind jetzt aber dank des Eierbechers „Bauarbeiter“ vorbei. Und natürlich sind die Becher auch süüüüüüüüüüüüüüß!

-salzig-

Wem Eier zu brav sind, greife zum Dildo „Lustmolch“. Mir fehlen dazu die Worte. Aber die Redaktion der MH hat ja welche gefunden.

Merke: moderne Hausfrauen dürfen auch mal die Hölle putzen!

Merke: moderne Hausfrauen dürfen auch mal die Hölle putzen!

Wenn bei euch zu Hause Schmalhans Küchenmeister ist oder Kochgehilfe Zufall nicht wirklich für die richtige Würze sorgt, dann braucht ihr die Spezial-Pfanne. Das Essen schmeckt zukünftig nicht nur sehr gut, sondern sieht auch noch hammermäßig aus. Bestellformular ist schon ausgefüllt.

Bratpfann'

Zum guten Schluss noch einmal die Erinnerung an meinen Lieblingsklassiker für alle Single-Hausfrauen. Das Liebeskissen „Bück dich Fee“. Für nur 50 Mark. Also 100 Ostmark.

Kissen "Bück dich Fee"

Alle Bilder sind (Ab-)Fotografien aus der „Modernen Hausfrau“, die Rechte liegen damit bei dieser.

Braucht mehr Staubfänger –

Zero

Gastbeitrag: – Zwischen zwei Welten –

von Magavar Taris

Jeder Studierende kennt die immer wieder abwechslungsreiche Teamkonstellation bei Referaten. Vor kurzem befand ich mich in einer extrem anstrengenden, aber auch witzigen Personenzusammenstellung. Es war eines dieser Seminare, in dem ErstemestlerInnen und Langzeitstudierende aufeinanderprallen. Spannend ist es schon zu beobachten wie unterschiedlich ausgestattet die jeweiligen Studienphänomene zum Seminar erscheinen.

Der überaus ehrgeizige Studienanfänger besitzt ein ganzes Arsenal an Utensilien, welches er gewissenhaft ein halbe Stunde vor Seminarbeginn vor sich ausbreitet. Da wäre zunächst das Federmäppchen, direkt hinüber gerettet aus der Schulzeit, mit diversen Aufklebern wie „Abi 2012“ oder „Endlich Führerschein“. Darin enthalten ist natürlich der Lamifüller aus der Grundschule und Textmarker in allen erdenklichen Farben. Hier muss ich ergänzen, dass die Beobachtungsperson, welche über eine solche Ausstattung verfügt, zu 95% weiblich ist. Das Material erstreckt sich weiterhin über eine gut sortierte Mappe mit eingearbeitetem Locher, damit alle Kopien sorgfältig und unmittelbar weggeheftet werden können, bis hin zum baumelnden Maskottchen an der schon erwähnten Federmappe.
Das Gegenstück dazu ist der Langzeitstudierende. Vorzugsweise studiert er Philosophie im gefühlten 36. Semester.

Der Langzeitstudierende erscheint regelmäßig 5-10 Minuten zu spät zum Seminar. An guten Tagen holt er einen zerknüllten Zettel und einen Bleistift heraus, aber meist versucht er den Inhalt in sich aufzunehmen und zu speichern. Dabei zeichnet er sich besonders dadurch aus, dass er tiefgründige, den Verlauf des Seminars aber meist aufhaltende Fragen stellt.

Um auf den Anfangsgedanken zurückzukommen, möchte ich mich jetzt mit dem Vergnügen beschäftigen, welches mir vergönnt war, als ich ein Referat mit eben diesen beiden Randphänomenen erstellen sollte. Da war die hoch ehrgeizige, total überforderte Erstsemestlerin, der tiefenentspannte Langzeitphilosophiestudent und mittendrin – ich. Nun war Fingerspitzengefühl gefragt um alle Interessen unter einen Hut zu bekommen. Meine Teamfähigkeitskompetenz lief zur Höchstform auf. Das erste Hindernis stellte die Terminfrage dar. Die übermotivierte Erstsemestlerin hatte quasi nie Zeit, weil ihr Stundenplan den Rahmen sprengte. Der Langzeitstudent hatte fast immer Zeit, weil dieses Seminar sein einziges für dieses Semester ist. Er wollte es mal ruhig angehen lassen. Nach langer Diskussion ließ sich endlich doch ein Termin finden.

Das Treffen verlief dann leider nicht so produktiv wie erhofft, weil sie nur alleine im Stillen arbeiten kann und er noch Zeit brauchte, um sich in das Thema mittels zahlreicher Bücher einzulesen. Ich hatte meinen Teil ausgearbeitet und wollte schon das Plakat gestalten, aber davon waren wir noch weit entfernt.

Beim nächsten Treffen sah es dann so aus:
Er: „Ja, also äh ich habe mir da folgendes gedacht. Also…man muss äh in Anbetracht der Komplexität…des Themas äh…die gesellschaftlichen Kontexte… ganz genau beleuchten.“
Einwurf von ihr: „Ja, ja, ja, ja, ja, das hab ich hier schon mal alles rausgearbeitet.“
Mein Vorschlag den ausufernden Vortrag zu verknappen, da wir nur 10 Minuten Zeit zur Verfügung haben, wurde von beiden ignoriert. Sie redete in einem Mordstempo auf uns ein und er brauchte eine gefühlte Ewigkeit, um auch nur einen Gedanken zu formulieren. Mit Engelsgeduld lenkte ich soweit ein, dass sie ihren Stoff um 80% reduzierte und er uns einigermaßen verständlich erklärte, was er vortragen wird. Bei der Absprache ergaben sich dann folgende Redezeiten:
Sie: 5-7 min
Ich: 2-3 min
Er: 2-3 min (In der Zeit würde er wohl maximal 2 Sätze zu Ende bringen können.)

Meine Spannung auf den Vortrag stieg gewaltig. Bei der Plakatgestaltung habe ich dann einfach das Zepter in die Hand genommen, sonst wären wir nie fertig geworden.

Es ergab sich dann folgende Vortragssituation. Wie es der Zufall wollte, waren wir die letzte Gruppe am Ende des Seminars. Als meine Referatspartnerin begann, mussten wir mit Schrecken feststellen, dass sie mit 20 Karteikarten ausgestattet war, die sie wie bei einem Zaubertrick aus dem Ärmel zog. Ihm fiel alles aus dem Gesicht und die Kinnlade nach unten, weil er schon ahnte, dass das nicht gut ausgehen kann. Nachdem sie wie aus der Pistole geschossen sämtliche Informationen hinauspulverte und ihre Redezeit um einiges überzog, kam ich schließlich zu Wort. In weiser Voraussicht habe ich schon während ihres Redeschwalls meine gesamten Informationen auf das Wesentlichste reduziert und auf 10 Fakten heruntergebrochen. Noch bevor ich meinen Teil beenden konnte, wurde ich von unserer Dozentin abrupt abgewürgt mit dem Hinweis, dass sie sich gezwungen sähe das Referat hier zu beenden, da die letzten Minuten dringend benötigt würden, um die lebenswichtigen Evaluationsbögen für diese Veranstaltung auszufüllen.

Meine Mitstudentin sah ihr Gesamtkonzept in Stücke gerissen und ihre Selbstdarstellung akut gefährdet. Der Langzeitstudent war wie erstarrt und sprachlos. Selbst ich war kurz davor die Fassung endgültig zu verlieren. Die Dozentin sah unseren Gesichtern an, dass sie sich noch etwas einfallen lassen müsste und vertröstete uns auf die nächste Sitzung. Da sollte unser Langzeitstudent doch seinen Teil noch nachreichen…

Ich sah mich also am Ende eines kräftezehrenden Aktes der Zusammenführung zweier Welten vor einem Evaluatdingsbumsbogen sitzen und die Worte schreiben: „Einen in mühevoller Arbeit erstellten Vortrag zu zerstören, um diesen Bogen auszufüllen, finde ich milde gesagt demotivierend und wirklich nicht in Ordnung.“

Mein Verarbeitungsprozess ist hiermit abgeschlossen, aber zwei andere Welten wurden zerstört…

– Ich bitte hiermit um eine Schweigeminute –

Magavar Taris

Zur Autorin:

Magavar Taris studiert Deutsch und Musik auf Lehramt für Gymnasien im 9. Semester und steht kurz vor ihrer Referendariatszeit. Sie steht in enger persönlicher Verbindung zum Blogger Zero (und sieht scharf aus).

Zero

Eine Ode an die „Moderne Hausfrau“

Was würden viele von uns nur tun, wenn die Depression wieder einmal zuschlägt, wenn es die „Moderne Hausfrau“ nicht gäbe? Mit den wohl schönsten Produktanpreisungen Deutschlands, textlicher und bildlicher Art, lockt sie mit jeder neuen Ausgabe den geneigten Käufer in ihr Einkaufsnetz.

Da wird eine Winter-Cap für 5,95 € mit dem Satz „Wer den Kopf in den Sand steckt… …braucht keine warme Mütze. Doch wer erhobenen Hauptes durchs Leben geht, dem empfehlen wir die Winter-Cap!“ beworben. Wird einem da nicht nur der Kopf, sondern auch ums Herz warm? Die wundervollen Umschreibungen (z.B. „Sicherheits-Slip“ statt „Windel“) werden oft nur noch durch die Bebilderung übertroffen. Hier zum Beispiel bei der Werbung für Eis-Lutscher zum Selber-Machen:

Die Produktpalette der „Modernen Hausfrau“ (MH) ist allgemein sehr breit verfächert. Vermutlich kann man dort fast alles kaufen, was man nicht braucht. Wenn etwas nicht im Katalog steht, könnte es auch sein, dass ein Anruf beim Bestellservice hilft. Die MH-Dealer können bestimmt so einiges besorgen. Trotz der Palettenbreite gibt es in der MH kein Inhaltsverzeichnis. Der Wahnsinn hat System. Auf der Suche nach einem bestimmten Produkt (z.B. aus Recherchezwecken) entdeckt man mindestens 20 neue Produkte, die man auch nicht gebrauchen kann, deren Nützlichkeit aber überschwänglich angepriesen wird. Mit Metaphern und Ausrufezeichen wird dabei nicht gespart.

Fabelhafte Wortkreationen wechseln sich mit rhetorischen Fragen und zusammengesetzten Substantiven in einer solchen Geschwindigkeit ab, dass dem Leser von dieser verbalen Karussellfahrt entweder schwindlig oder gleich schlecht wird. Allerdings fragt man sich schon ab und zu, wie nützlich die Produkte wirklich sind. Wer kann zum Beispiel mit dem Fahrrad-Poncho „Deluxe“ tatsächlich noch ein zweirädriges Vehikel steuern?

Aber nicht nur gestandene Hausfrauen werden in der MH bedient, auch jüngere, coolere und stylischere Hausfrauen werden fündig! Die modischen Tattoo-Ärmel sind schon aus „The Big Bang Theory“ bekannt.

In der aktuellen Ausgabe, wird auch der Blick zurück nicht gescheut. So wirft die Redaktionen einen „amüsanten Blick“ zurück nach 1969 ins Archiv des Katalogs. Weniger bezaubernd als heute waren die Anzeigen damals allerdings auch nicht.

Auch einsame Hausfrauen, quasi Single-Hausfrauen, gehen nicht leer aus. So gibt es für arme, meist unattraktive Hausmütterchen, dass sich doch nichts sehnlicher wünscht, als auch mal umarmt zu werden, neben einer zweiseitigen Dildokollektion, auch dieses prachtvolle Exemplar eines Kissens.

Die MH hilft wirklich in allen Lebenslagen. Auch bei der Erziehung der Lebensabschnittspartner der jeweiligen Hausfrau. Wir alle wissen, dass dies am besten spielerisch funktioniert. Will sich der alte Macho beim Pinkeln einfach nicht aufs Töpfchen setzen? Da hilft nur eins! Die eigene Golfausrüstung fürs stille Örtchen.

Als ob das noch nicht reicht, gibt es jede Menge Dekorationsmaterial inklusive Vorschläge, von weniger künstlerisch veranlagten Menschen oft schimpflich als „Kitsch“ bezeichnet. Auch für den Außenbereich findet die geneigte Kleingärtnerin diverse Hilfsmittel in der MH. Großartig sind vor allem die Hunde- und Katzengedenktafel mit Pfoten, die nachts wie durch Zauberhand leuchten und
die Solarlichter in verschiedenen Tierformen.

Alle Bilder sind (Ab-)Fotografien aus der „Modernen Hausfrau“, die Rechte liegen damit bei dieser.

Euer treuer Besteller

Zero

P.S.: Eine Freundin von mir vermutet übrigens, dass bekiffte Germanistik-Studenten die Texte schreiben. Ich kann mich da natürlich nicht anschließen. Sicher arbeitet da eine erfahrene und jahrelang geschulte Redaktion jeden Monat hart an diesem Katalog, der in keinem deutschen Haushalt fehlen sollte.

Update: Beachtet auch meinen neuen Artikel hierzu vom Juni 2013. Ihr findet ihn hier.

FORum was bItTe?!?!?

Hallo Leute,

ich hoffe, dass mir hier jemand weiterhelfen kann. Ansonsten muss Chris jetzt mal herhalten und hier psychologisch (oder was psychedelisch?) herangehen. Vor wenigen Tagen erhielt ich an der Arbeite folgendene (Spam)-Mail. Ich kann damit einfach gar nichts anfangen. Klar bekommen wir von Verwirrten immer mal wieder merkwürdige eMails. Aber da wusste ich dann wirklich nicht, was es bedeuten soll. Die Mail habe ich so bekommen, wie sie da steht. Ich hab lediglich Links (manche sagen auch Internetseitenverweise) zensiert und Adressen und Datum entfernt. Bitte helft mir auf die Sprünge. Was soll das und woher kommt es? Das Wort „HeimSeite“ lässt mich so ein bisschen an die recht spirituelle Ecke denken. Aber irgendwie passt da der Rest nicht so 100%.

Hier die ungekürzte Mail (Zensur durch *** gekennzeichnet).

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Von: FORum BürgerVerein
Gesendet: Sonntag, ********* 2012 13:18
An: ********************
Betreff: Der WEG. Wir tun. Macht mit!

Ein FORschlag für junge Entdecker.

Wer das UR’Rätsel löst, kann alle Rätsel der Welt lösen.

Das UrRätsel? – WER beWEGt WO den URSprung?

Leben, Zeit, BeWEGung, Gerechtigkeit… – das WER fragt nach dem WO. Wenn wir die Begriffe verständigen, dann verstehen alle alles. Wer versteht, muss nicht mehr auswendig lernen.

Die Regelmäßigkeit der PrimZahlen? Ein KinderSpiel! (Buch 2, Ziffer 23-45)

So begrüßen wir die Besucher unserer HeimSeite.

An alle Bürgermeister und Mitarbeiter in den Rathäusern

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ihre Gemeinde wurde für die Region ausgewählt. Bitte senden Sie die Bürger-INFO an die umliegenden Rathäuser, Institutionen und Personen, die bei der unmittelbaren Verbreitung kreativ mithelfen. Alle Bürger sollen sich rechtzeitig am möglichen Gewinn der Mio beteiligen können.

Danke.

‚Der WEG‘ richtet sich direkt an den Bürger. Intuitiv weiß er längst: jetzt müssen wir gemeinsam handlen, praktisch das Richtige tun. Die Schuld-Zuweisung an andere muss enden. Der Einzelne entscheidet, wofür er sich einsetzt.

Die neue Weltsicht verständigt über die erste Wahrheit: der UrSprung lebt

in der SelbstVerantwOrtung, außen rast das Chaos…

WIR bürgen.

*** ******* (Unterschrift)

http://*******************

Forscht!

Die Bürger stehen nicht mit leeren Händen da. Der Zahlenschlüssel verbürgt: wenn das Tun wieder verständigt, können alle Menschen alles verstehen.

Falls der ausgelobte Gewinn für die Lösung der PrimZahlen zur Auszahlung kommt, soll er unter den 100 besten Beiträgen ausgelost werden. EinSende-Schluss: 15.09.2012. Einigt euch auf ein FORum das abwickelt.

Das örtliche FORum informiert hinsichtlich der angemahnten Kreativität in den Rathäusern.

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Was zum Heck?

Denkt sich
Euer Zero

Stilblüten

Die Behörde für die ich tätig bin, bildet auch aus. Vor einiger Zeit stolperte ich über einen Allgemeinwissenstest, der im Auswahlverfahren für die Ausbildung zur/m Verwaltungsfachangestellten/r im Jahr 2009 verwendet wurde. Ein paar der Antworten kann ich euch einfach nicht vorenthalten. In Klammern gibt es ab und an auch einen Kommentar von mir dazu.

Der Test beginnt mit ein paar einfachen Fragen, die regionaler Natur sind. Auch da gab es natürlich Fehler, die aber für die Gesamtheit der Leserschaft hier nicht so lustig sind. Wir beginnen daher im allseits beliebten Politikteil.

In Frage 23 will der Test zum Beispiel wissen, wie der aktuelle Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz heißt. Antwort eines Kandidaten: „Helmut Kohl“. Nun ja, fast richtig. War auch ne schwere Frage. Bei den leichteren klappt es dann sicher wieder besser. Aber lest selbst.

Frage 42: Nennen Sie die fünf größten Städte des Landes Rheinland-Pfalz!

München, Hamburg, Berlin, Köln“ (Dazu brauche ich nichts sagen, oder?)

Frage 28: Beschreiben Sie den Unterschied zwischen aktivem und passivem Wahlrecht!

Kandidat 1: „aktives Wahlrecht: Personen, die direkt mitwählen, passives Wahlrecht: Personen, die die Wahlergebnisse über Post abschicken“

Kandidat 2: „aktives Wahlrecht man darf Wählen gehen und gibt seine Stimme ab. passives Wahlrecht ist, wenn man nicht wählen darf aber seine Meinung äußert“

Kandidat 3: „Bei dem aktiven Wahlrecht ist man direkt dabei und bei dem passiven wird man eher im Hintergrund gehalten“ (Wie die Opposition in der Ukraine…)

Frage 16: Nennen Sie drei Personen mit Ämtern, die die deutsche Wiedervereinigung wesentlich beeinflusst haben!

Topantwort (meiste Nennungen): „Konrad Adenauer“ († 19. April 1967 in Rhöndorf)

Meine persönliche Lieblingsantwort: „Stalin“

Josef Stalin

Josef Stalin
Bundesarchiv, Bild 183-R80329 / CC-BY-SA

21. Wer wählt den Bundespräsidenten?

Das Volk wählt den Bundespräsidenten der einzelnen Parteien“ (Es lebe die Demokratie und Parteienvielfalt!)

29. Was versteht man unter Apartheid?

Das jemand sehr aufgeregt ist.“ (An dem Syndrom hat der Schreiberling offensichtlich auch gelitten als er den Test ausgefüllt hat.)

Die Nichtteilnahme an einer Wahl.“ (Nein, das ist „Blödheid“.)

45. Wer war Konrad Adenauer?

Das war der Bundeskanzler der DDR“ (In Wahrheit war das der Vater von Fritz Walter.)

Bild Katherine Young

Konrad Adenauer
Bundesarchiv, B 145 Bild-F078072-0004 / Katherine Young / CC-BY-SA

33. Nennen Sie wenigstens eine Programmiersprache für Computer!

Englisch“ (Der Korrektor hat einen Haken dran gemacht.)

36. Wie lange ist die Legislaturperiode beim Bundestag?

6 Tage“ (Warum sollen die auch länger ihre Periode haben als normale Menschen?)

Manchmal, aber nur manchmal, glaube ich, dass es schlecht bestellt ist um unsere Zukunft. Ich weiß nur nicht warum.

Grüßt mir den Papst

Euer Zero